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21.11.2019 13:50 Alter: 18 days

600 Bäume schließen Lücken auf Streuobstwiesen


Foto: Verteilaktion im Pomologischen Garten Döllingen: Die Naturparkverwaltung und der Verein Kerngehäuse haben für die Streuobstwiesen der Region Hunderte junge Bäume zum Pflanzen erhalten. Jörg Kösters

Pflanzung Der Naturpark und der Verein Kerngehäuse verteilen in Döllingen Gehölze an Kommunen, Vereine und Wiesenbesitzer.

Döllingen Auf den Streuobstwiesen der Naturparkregion mitten im Landkreis Elbe-Elster können viele Lücken durch Neuanpflanzungen geschlossen werden. Die Naturparkverwaltung und der Verein Kerngehäuse als Kompetenzstelle Streuobst haben dieser Tage nicht weniger als rund 600 junge Bäume und Sträucher erhalten. Diese sind nach Auskunft von Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung umgehend verteilt worden, damit sie in den Boden kommen konnten.

Empfänger, die nichts dazu bezahlen mussten, waren Kommunen wie Theisa, Rückersdorf, Friedersdorf und Doberlug-Kirchhain und Vereine wie der Heimatverein Maasdorf. Etwa 400 Bäume gingen dorthin. Private Besitzer von Streuobstwiesen haben preisgünstiger als im freien Verkauf vom Verein Kerngehäuse insgesamt rund 200 Bäume erhalten. Die Wiesen dazu befinden sich in dem großen Gebiet zwischen Buchhain und Plessa sowie Grünewalde und Tröbitz.

Lieferantin war laut Jörg Kösters vom Kerngehäuseverein eine Baumschule aus Geithain in Sachsen als langjährige Partnerin. Geliefert wurden hochstämmige Obstbaumarten, vornehmlich Apfel und Birne, aber auch Kirsche und Pflaume. Wildobst in Strauchform könne ebenfalls gepflanzt werden. Darunter seien von Mispel bis Quitte einige Arten.

Bei der Vitalisierung der seit der politischen Wende vor 30 Jahren mehr oder weniger vernachlässigten Streuobstwiesen vor allem im Raum Döllingen und Hohenleipisch sind in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt worden. Allein in diesem Jahr werden nach Angaben der Naturparkverwaltung in Bad Liebenwerda insgesamt mehr als 1000 Bäume gepflanzt. Ziele sind unter anderem, die in dieser Größe in Brandenburg einzigartige Kulturlandschaft zu beleben, das Obst zu ernten und regional zu verarbeiten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.11.19 von Manfred Feller