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21.05.2012 09:50 Alter: 6 yrs

Neu angesiedelte Auerhühner im Visier?

Mysteriöser Hubschrauber über dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft


Ein UFO über dem Auerhuhn-Areal. Wer kann Angaben zu dem Flugobjekt machen? Foto: vrs1

Hohenleipisch Ein mysteriöser grün-weißer Kleinhubschrauber mit über den Landekufen angebrachten Antennen oder Sensoren hat am Samstagvormittag zwischen 9.45 und 10.15 Uhr über Hohenleipisch und dem Gebiet des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft die Gemüter der Hohenleipischer Einwohner erregt. Das Fluggerät der amerikanischen Baureihe "Hughes 269/300" zog etwa 20 Mal eine große Runde über dem Naturpark, genau über dem Gebiet, in dem einen Tag zuvor die letzten zwei von insgesamt 27 mit Sendern ausgerüsteten Auerhühnern ausgewildert worden waren.

Sollte da überprüft werden, wo sich die Tiere befinden, ob sie überhaupt noch da sind oder ob sie sich schon in Richtung Schweden, ihrer ursprünglichen Heimat, verabschiedet haben oder gar im Kochtopf gelandet sind?

"Mir ist nicht bekannt, dass eine derartige Untersuchung im Rahmen unseres Auerhuhnprojektes veranlasst wurde. Ich müsste das wissen", so der Projektkoordinator Diplom-Biologe Uwe Lindner vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Leider war aus der Entfernung die Kennung des Fluggerätes am runden in der Sonne spiegelnden Wellenkanal des Heckrotors nicht zu erkennen, um bei der Flugsicherung genaue Angaben zu bekommen. Auch Ines Filohn von der Pressestelle der Polizei in Finsterwalde weiß nichts von einem Hubschraubereinsatz über dem Gebiet. "Wir gehen davon aus, dass es kein Polizeihubschrauber war. Die sind außerdem mittlerweile alle blau-weiß", sagt Ines Filohn. Wer bezahlt dann einen derartigen langanhaltenden Hubschrauberrundflug? "Es gibt genügend Leute, die genug Geld haben, ihre Interessen und Hobbys auszuleben", gibt Projektkoordinator Uwe Lindner Auskunft. "Die Peilsender wären aus der Luft aus größerer Entfernung zu orten, als vom Boden. Der Interessent müsste allerdings die Einstellwerte der Sender und ihre Sendezeiten kennen. Die Sender sind nur auf ein kleines Zeitfenster eingestellt, in dem sie lokalisiert werden können. Ich habe mehrere Flughäfen angerufen, doch von diesen ist er nicht gestartet. Zur Identifizierung bräuchte man die Kennung des Hubschraubers", so Lindner weiter. "Ein immer an der gleichen Stelle kreisendes lautes Fluggerät kann aber auf keinen Fall gut sein, für die scheuen und an Ruhe gewöhnten Tiere."

 

Wer hat die Kennung des Fluggerätes erkannt oder kann Auskunft zum Hubschrauber geben? Infos an den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft unter Telefon 035341/471598.

Auszug aus der Lauistzer Rundschau von Veit Rösler vom 21.5.12

http://www.lr-online.de/regionen/Neu-angesiedelte-Auerhuehner-im-Visier;art96088,3804258