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< Fachleute diskutieren über Leben und Überleben des Auerhuhns
06.11.2012 08:31 Alter: 4 yrs

Naturschützer in Maasdorf gewürdigt

Urkunden für Ehrenamtliche / Mitglieder des Naturschutzbeirates vorgestellt


Die Mitglieder des neuen Naturschutzbeirates erhielten im Elster-Natoureum in Maasdorf ihre Berufungsurkunden. Foto: Hoffgaard

Maasdorf Beim 8. Naturschutztag des Landkreises am 3. November im Elster-Natoureum in Maasdorf wurden Naturschutzhelfer für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit geehrt. Einen Blumendank nahm zum Beispiel Constanze Eiser aus Rehain entgegen, die viele Jahre im Naturschutzbeirat mitwirkte. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Ausgezeichnet mit einer Ehrenurkunde wurden Eberhard Weber, Tino Gärtner und Falko Göbert. Sie unterstützen aktiv den ehrenamtlichen Naturschutz beispielsweise als Horstbetreuer Schwarzstorch im Bereich Prösa, bei der Bergung und fachgerechten Pflege von hilflosen und verletzten Tieren oder bei Artenschutzmaßnahmen wie unlängst beim Bauvorhaben am Lubwartturm in Bad Liebenwerda. Darüber informiert die Pressestelle der Kreisverwaltung.

Der Dezernent für Recht, Ordnung und Sicherheit des Landkreises, Dirk Gebhard, unterstrich: "Es ist gut, dass es bei uns so viele aktive Ehrenamtliche gibt, die sich ganz besonders um Natur und Umwelt kümmern. Sie tun das kenntnisreich und meist mit einem enormen Zeitaufwand neben dem Berufsleben. Dafür gebührt ihnen Dank."

Der jährliche Naturschutztag im November hat mittlerweile Tradition. Er hat sich zu einer Standortbestimmung im Kreis entwickelt: Wo stehen wir, wie soll es weitergehen mit der Naturschutzarbeit? Darüber hinaus ermöglicht er einen zwanglosen Austausch über unterschiedliche Blickwinkel auf den Naturschutz. Verständnis für die Behördenarbeit und getroffene Entscheidungen soll geweckt werden.

Rund 60 Naturschutzfachleute aus Verbänden, Institutionen und Behörden sowie freie Akteure waren auch diesmal nach Maasdorf gekommen, um Probleme anzusprechen und Projekte vorzustellen, informiert die Pressestelle der Kreisverwaltung. Im Landkreis Elbe-Elster wurden bisher 29 ehrenamtliche Naturschützer zu Naturschutzhelfern bestellt. Sie unterstützen die untere Naturschutzbehörde genauso wie der Naturschutzbeirat, der seit fünf Jahren von Thomas Jülke aus Zeckerin geleitet wird. In Maasdorf nahmen er und weitere zwölf Mitglieder die Berufungsurkunden des Landkreises für die fünfjährige Wahlperiode bis 2017 entgegen. Der Naturschutzbeirat des Landkreises Elbe-Elster berät die untere Naturschutzbehörde bei allen wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen. Naturschutzarbeit erledigt sich nicht im Selbstlauf, sondern erfordert eine kontinuierliche Tätigkeit vieler. Das wurde auch in den Fachvorträgen zu aktuellen Fragen des Naturschutzes im Landkreis deutlich. So ging es beispielsweise im Beitrag von Dr. Dietrich Hanspach vom Planungsbüro PNS Lindenau um den Erhalt und die Pflege von Lebensraumtypen und geschützten Biotopen am Beispiel der Annaburger Heide und des Bahnsdorfer Weinbergs. In einem weiteren Vortrag informierte der Geschäftsführer des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Lars Thielemann, über die Initiative zur Bildung eines Biosphärenreservates Niederlausitz. Uwe Lindner, der Leiter des Pilotprojekts zur Wiederansiedlung des Auerhuhns in der Niederlausitz, berichtete über den bisherigen Verlauf des Vorhabens nach der Freisetzung von insgesamt 28 Hennen seit Mai 2012.

Auszug aus der Lauistzer Rundschau vom 6.11.12

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Naturschuetzer-in-Maasdorf-gewuerdigt;art1059,4009560