Willkommen in der Niederlausitzer Heidelandschaft

Hier ist was los!

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30 Jahre Förderverein, 25 Jahre Naturpark!

Gegen Ende des Jahres neigt man dazu, zurückzuschauen. In diesem Jahr lohnt sich jedoch nicht nur ein Blick auf das zurückliegende Jahr, sondern weiter in die Vergangenheit.

Am 24. Mai 1996 wird der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft durch den Umweltminister Brandenburgs, Matthias Platzek, öffentlich ausgerufen. Die Gründung des Naturparks wurde im August mit einem Heidefest gefeiert. Ministerpräsident Manfred Stolpe und Matthias Platzek übernahmen die Verkündung. Der ehemalige Landrat Walter Kroker (4. v.r.) trug maßgeblich zur Gründung des Naturparks bei, sodass bei der diesjährigen Jahrestagung des Naturparks eine Würdigung durch den jetzigen Landrat und Vorsitzenden des Fördervereins des Naturparks, Christian Heinrich-Jaschinski erfolgte.

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft feierte in diesem Jahr sein 25. Jubiläum, der Förderverein des Naturparks sogar das 30. Jubiläum!

Noch vor der offiziellen Ausrufung des Naturparks beim Heidefest im Jahr 1996 konnte über den Förderverein durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zur Gestaltung der Infrastruktur beigetragen werden, indem Rastplätze errichtet und Wanderwege ausgeschildert wurden. Mit Hilfe von Muskelkraft wurde die zukünftige Fläche des Naturparks „aufgeräumt“: wilde Deponien wurden beseitigt, Ruinen abgetragen und die munitionsbelasteten Heideflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes gepflegt.

Der Leiter des Naturparks, Lars Thielemann, erinnerte bei der diesjährigen Jahrestagung des Naturparks an die bewegte Geschichte und zeigte auf, was aus der damaligen Aufbruchsstimmung entstanden ist und welche Projekte den Naturpark heute noch begleiten. „Naturparkarbeit geht alle an. Es geht darum, Dinge zu schaffen, die bleiben“, sagte Thielemann und hob dabei auch die Arbeit des Kuratoriums hervor, das als feste Institution dem Interessensaustausch von Gemeinden, Landnutzer:innen und Naturschützer:innen dient. Noch heute zeugen die Aktion „Regionale Speisekarte“, der Aufbau des Pomologischen Schau- und Lehrgartens, der Naturparkgemeinde-Wettbewerb und vieles andere davon, dass die Entwicklungsarbeit des Naturparks nicht nur der Natur, sondern immer auch den Menschen zugutekommt.

Ein prominentes Beispiel aus dem Naturschutz, bei dem viele Beteiligte erfolgreich zusammen arbeiten, ist das Wiederansiedelungsprojekt des Auerhuhns. Doch auch sonst konnte bereits viel in den letzten 25 Jahren erreicht werden, wie unter anderem die Renaturierung der Kleinen Elster und die Unterschutzstellung des NSG Bergbaufolgelandschaft Grünhaus beweisen, deren ehemalige Tagebauflächen heute der NABU-Stiftung gehören. Ausschlaggebend dafür war ein im Jahr 2001 stattfindender GEO-Tag der Artenvielfalt, bei dem innerhalb von 24 Stunden 1307 Arten in der vermeintlichen „Wüste“ nachgewiesen werden konnten. Unter dem Motto „Verantwortung für die Natur vor der Haustür übernehmen“ werden kontinuierlich Pflegepläne zum Erhalten & Weiterentwickeln des Naturparks er- und überarbeitet. Bei der FFH-Managementplanung wird auch die Leistung der Landwirte honoriert, Vertragsnaturschutz spielt eine immer größere Rolle.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Naturparkarbeit ist der direkte Kontakt zu den Menschen. Als 2006 mit dem Naturparkhaus in Bad Liebenwerda das erste Besucherzentrum eröffnet wurde, konnten Interessierte das erste Mal auf einfachem Wege über die Ausstellung und im Gespräch mit den Mitarbeitenden Informationen gewinnen. Ebenso wichtig ist die Bildungsarbeit der Naturwacht mit ihren Rangertouren und dem Junior-Ranger-Programm sowie die Angebote des Fördervereins. So können Jung und Alt an ihre Umwelt herangeführt und für die Vielfalt und Schönheit des Naturparks sensibilisiert werden. Mit der Eröffnung der Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug im Jahr 2018 wurde das Besucherzentrum modernisiert und ein neuer zentraler Anlaufpunkt mit einer beeindruckenden Fülle an Informationen zum Landschaftswandel der Region geschaffen.

Immer wieder stellte Lars Thielemann heraus, dass die Menschen in der Region den Naturpark wertschätzen und dass dies nur durch die gute Zusammenarbeit aller vor Ort erreicht werden konnte.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür und hoffen auf noch viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit!