Durch ungleichmäßige Lichtgabe wird eine vollflächige Naturverjüngung vermieden, welche den nächsten Alterklassenbestand nach sich ziehen würde. Aber Wälder sind organisch und haben ein Eigenleben. So kommt es trotzdem immer wieder vor, dass große Flächen in kurzer Zeit zuwachsen.
Leonard Lehmeier, Lebensraummanager im Wiederansiedlungsprojekt des Auerhuhnes, hatte daher am 4. Oktober zu einem Freiwilligeneinsatz in die Liebenwerdaer Heide eingeladen und berichtet: "Sechs Stunden lang sind wir der Naturverjüngung mit Sägen und Hippen zu Leibe gerückt. Dabei haben wir Löcher mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Metern geschaffen, die dem Auerhuhn kurzfristig optimalen Lebensraum bieten und langfristig zu einer gemischten Altersstruktur beitragen. Davon profitieren nicht nur das Auerhuhn und viele weitere Arten, sondern der Wald wird auch gegenüber Schadereignissen wie Insektenkalamitäten, Dürren und Feuer stabilisiert. In diesem Fall konnten wir außerdem Synergieeffekte mit der jagdlichen Einrichtung des Reviers nutzen, indem wir mehr Sichtweite in den dichten Unterwuchs gebracht haben. Und eine Armschwinge einer Auerhenne haben wir auch gleich gefunden!"